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Unternehmens­steuern in der Schweiz

Unternehmenssteuern beeinflussen die Finanzplanung, den Standortentscheid und die Wettbewerbsfähigkeit – besonders in der Schweiz mit kantonalem Steuerwettbewerb.

12.01.2024 von Rodolfo Intaglietta
Letzte Aktualisierung: 03.02.2026
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10 Min

Key Facts zu diesem Artikel

Kurz-Zusammenfassung

Unternehmen in der Schweiz werden je nach Rechtsform und Standort auf unterschiedlichen Ebenen besteuert: Bund, Kanton und Gemeinde. Zu den wichtigsten Steuerarten zählen Gewinnsteuer, Kapitalsteuer und Mehrwertsteuer.

Eine saubere Berechnung, korrekte Dokumentation und gezielte Steuerplanung helfen, Risiken zu vermeiden und die Steuerlast im Rahmen der Regeln zu optimieren.

Was Sie hier lernen:

  • Definition und Bedeutung von Unternehmenssteuern in der Schweiz
  • Wichtigste Steuerarten: Gewinnsteuer, Kapitalsteuer, Mehrwertsteuer
  • Einfluss von Rechtsform und Standort auf die Steuerbelastung
  • Grundprinzipien der Steuerberechnung und Optimierung
  • Steuerliche Herausforderungen durch Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle

Voraussetzungen

keine Voraussetzungen

Benötigte Tools:

  • Aktuelle Buchhaltung mit sauberer Belegablage
  • Übersicht über Rechtsform, Eigenkapital und Finanzierungsstruktur
  • Dokumentation zu Investitionen, Abschreibungen und abzugsfähigen Aufwendungen
  • Prozesse für MWST-Abrechnung und Steuerreporting

Definition und Grundlagen

Unternehmenssteuern sind Abgaben, die Unternehmen in der Schweiz an die Steuerbehörden entrichten. Die Besteuerung kann sich je nach Unternehmensform und Situation auf Einkommen, Gewinn, Umsatz oder Kapital beziehen.

Unternehmenssteuern leisten einen Beitrag zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen, Infrastruktur und staatlicher Aufgaben. In der Schweiz werden Unternehmenssteuern auf mehreren Ebenen erhoben: Bund, Kanton und Gemeinde.

 

Bedeutung der Unternehmenssteuern

Unternehmenssteuern sind einerseits eine zentrale Einnahmequelle des Staates, andererseits ein Instrument der Wirtschaftspolitik. Steuersätze, Steuererleichterungen und Befreiungen können Investitionen, Beschäftigung und Wachstum beeinflussen.

Da kantonale Unterschiede erheblich sein können, hat der Unternehmensstandort innerhalb der Schweiz oft einen spürbaren Einfluss auf die Steuerbelastung.

 

Arten von Unternehmenssteuern in der Schweiz

Gewinnsteuer

Die Gewinnsteuer wird auf den erzielten Gewinn eines Unternehmens erhoben. Steuersatz und Bemessungsgrundlage unterscheiden sich je nach Kanton und Gemeinde. In einzelnen Kantonen können reduzierte Steuersätze für bestimmte Unternehmen oder Konstellationen zur Anwendung kommen, was bei Standortentscheidungen eine Rolle spielen kann.

 

Kapitalsteuer

Die Kapitalsteuer wird auf das Eigenkapital erhoben und beeinflusst unter anderem Kapitalstruktur und Finanzierungsentscheide. Auch hier variieren Ansätze je nach Kanton und Gemeinde. Kapitalgesellschaften wie AG und GmbH sind in der Regel kapitalsteuerpflichtig, wobei die effektive Belastung je nach Standort unterschiedlich ausfallen kann.

 

Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)

Die Mehrwertsteuer ist eine indirekte Steuer auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Der Normalsatz beträgt 7.7%, daneben existieren reduzierte Sätze für bestimmte Leistungen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass MWST korrekt berechnet, abgerechnet und administriert werden muss, insbesondere bei unterschiedlichen Sätzen oder komplexeren Geschäftsvorfällen.

 

Berechnung und Optimierung der Unternehmenssteuern

Die Berechnung der Unternehmenssteuern setzt die Ermittlung der steuerpflichtigen Bemessungsgrundlagen voraus. Bei der Gewinnsteuer erfolgt dies typischerweise über den steuerbaren Gewinn, der aus dem Betriebsertrag abzüglich Betriebsausgaben, Abschreibungen und weiterer abzugsfähiger Aufwendungen bestimmt wird.

Danach werden die anwendbaren Steuersätze je nach Steuerart und Standort angewendet.

Eine Optimierung der Unternehmenssteuern erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten durch Steuerplanung und geeignete Strategien. Dazu zählen unter anderem die Wahl der Rechtsform, die Standortwahl, die Finanzierungsstruktur sowie die Nutzung von Steuervorteilen, Abzügen oder Abkommen.

Investitionen in Forschung und Entwicklung, Umweltschutzmassnahmen oder Mitarbeiterbildung können je nach Situation zu Steuerermässigungen führen, sofern die Voraussetzungen erfüllt und die Aufwendungen korrekt dokumentiert sind.

 

Rechtsformen, Digitalisierung und Ausblick

Die Rechtsform beeinflusst die steuerliche Behandlung wesentlich. Einzelunternehmen und Personengesellschaften werden häufig über das Einkommen der Inhaber oder Partner besteuert, während Kapitalgesellschaften wie AG und GmbH typischerweise Gewinn- und Kapitalsteuern auf Unternehmensebene auslösen, ergänzt durch die Besteuerung von Dividenden auf Ebene der Anteilseigner.

Die Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle und bringt zusätzliche steuerliche Fragestellungen mit sich, etwa im E-Commerce oder beim Umgang mit Blockchain und Kryptowährungen.

Zudem können Steuerreformen und nachhaltige Steuermodelle die Rahmenbedingungen künftig weiter verändern. Eine laufende Überprüfung der steuerlichen Situation kann helfen, auf Veränderungen vorbereitet zu sein.

Häufige Fragen zu Buchhaltungskennzahlen

Wie können Unternehmen in der Schweiz ihre Steuerlast minimieren?

Durch sorgfältige Standortwahl innerhalb der Kantone, die Wahl der passenden Rechtsform sowie die Nutzung steuerlicher Anreize, etwa durch Investitionen in Forschung und Entwicklung. Eine steuerliche Beratung kann helfen, Möglichkeiten korrekt auszuschöpfen.

Welche Steuervorteile bietet die Schweiz für Unternehmen?

Unternehmen profitieren von konkurrenzfähigen Steuersätzen und je nach Kanton von Erleichterungen, beispielsweise für bestimmte Gesellschaftsstrukturen oder investitionsbezogene Anreize. Doppelbesteuerungsabkommen können international tätigen Unternehmen zusätzliche Erleichterungen bieten.

Wie werden internationale Unternehmen in der Schweiz besteuert?

Internationale Unternehmen werden grundsätzlich nach den gleichen Prinzipien wie inländische Unternehmen besteuert, müssen jedoch auch die Steuerregeln der Länder berücksichtigen, in denen sie tätig sind.

Welche Rolle spielen die Kantone bei der Unternehmensbesteuerung?

Kantone legen eigene Steuergesetze, Steuersätze und Erleichterungen fest. Daraus entsteht ein interkantonaler Steuerwettbewerb, der die Steuerbelastung je nach Standort deutlich verändern kann.

Wie wirkt sich die Rechtsform eines Unternehmens auf die Steuerbelastung aus?

Kapitalgesellschaften wie AG und GmbH werden in der Regel auf Gewinn und Kapital besteuert, während Einzelunternehmen und Personengesellschaften häufig über das Einkommen der Eigentümer besteuert werden. Die Wahl der Rechtsform beeinflusst daher die steuerliche Gesamtbelastung.

Welche Steuerreformen sind in der Schweiz in Planung?

Es gibt laufende Diskussionen über mögliche Reformen, etwa Anpassungen von Steuersätzen oder Vorschriften. Konkrete Auswirkungen hängen von den jeweils beschlossenen Änderungen ab.

Key Takeaways

  • Unternehmenssteuern werden auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene erhoben
  • Gewinnsteuer, Kapitalsteuer und Mehrwertsteuer sind zentrale Steuerarten
  • Standortwahl innerhalb der Schweiz kann die Steuerbelastung stark beeinflussen
  • Rechtsform bestimmt, ob Gewinn/Kapital auf Unternehmens- oder Inhaberebene besteuert wird
  • Dokumentation und korrekte Berechnung sind entscheidend für Rechtssicherheit
  • Digitalisierung schafft neue steuerliche Fragestellungen, z. B. im E-Commerce

Unternehmenssteuern sind in der Schweiz ein zentraler Faktor für Planung und Geschäftsführung. Die Steuerbelastung hängt stark von Standort und Rechtsform ab, wobei Gewinnsteuer, Kapitalsteuer und Mehrwertsteuer zu den wichtigsten Steuerarten zählen.

Digitalisierung und mögliche Steuerreformen erhöhen die Komplexität zusätzlich. Eine saubere Buchhaltung, korrekte Berechnung und vorausschauende Steuerplanung helfen, Risiken zu reduzieren und die steuerliche Situation im Rahmen der geltenden Regeln zu optimieren.

Ein kompetenter Steuerberater steht in einem modern eingerichteten Treuhand-Büro, bereit für mandantenorientierte Beratung.

Autor

Rodolfo Intaglietta

Rodolfo Intaglietta ist Gründer und Geschäftsführer der ONE! Treuhand GmbH. Als Treuhänder mit eidg. Fachausweis sowie diplomierter Experte in Rechnungslegung und Controlling begleitet er Unternehmerinnen und Unternehmer in der ganzen Schweiz mit klaren Zahlen, digitalen Prozessen und persönlicher Beratung auf Augenhöhe.

Der Abschluss „eidg. diplomierter Experte in Rechnungslegung und Controlling“ entspricht dem Qualifikationsniveau NQR 8 und liegt damit auf dem höchsten Bildungsniveau – vergleichbar mit einem Doktorat in Bezug auf fachliche Tiefe und Verantwortung.